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Samstag, 18.10.2025
10 Uhr
13
bewölkt
Vor vielen Jahrzehnten wurden im Wald am Schelmenholz zwei kleine Tümpel angelegt, die von einer kleinen Quelle gespeist werden. Sie gibt nur sporadisch Wasser, wenn es feucht ist. Hauptsächlich wurden sie durch Regenwasser gefüllt. Im Laufe der Jahrzehnte verschlammten die Tümpel immer mehr. Zweige und Laub zerfielen zu einer bis zu 50 cm tiefen Schlammschicht, die auch Kleinstlebewesen und Amphibien keinen Lebensraum mehr bot. Aus kleinen Tümpeln wurden Pfützen.

Als sich Walter Rupff vom Kreisjagdverband und Daniel Baier von NABU Winnenden vor zwei Jahren bei einer Begehung trafen, sah man schnell ein gemeinsames Interesse für unsere Natur und beschloss zusammen zu arbeiten. Walter Rupff ist Jagdpächter des Reviers Winnenden I, in dem die beiden Tümpel liegen. Er und seine Mitjäger waren mit großem Engagement, Tatkraft und viel Fach- und Ortskenntnis sofort bereit mitzuhelfen. Eine tolle Kooperation im Sinne der Natur.
Kleinstgewässer im Wald sind nicht nur Lebensraum für Grasfrosch oder Bergmolch, sie sind auch für das Wild im Wald als Wasserstelle wichtig. Wildschweine werden sich über den freigelegten Schlamm freuen. Das Ökosystem in unserer Kulturlandschaft braucht jede Art, die kleinen wie die großen. Der Mensch und die Jagd ist ein Teil dieser Kulturlandschaft.


Mit dem Einverständnis von Forst, Gemeinde und den Naturschutzbehörden ging es mit Schaufeln und Spaten ans Werk. Schnell war der letzte Schubkarren Schlamm von den Aktiven aus Jagd und NABU aus den Tümpeln im Wald verteilt. Sie haben jetzt wieder ausreichend Tiefe. Nun braucht es Zeit und Niederschläge. Im Frühjahr wird sich zeigen wie sich die beiden Tümpel entwickelt haben

Bei großer Trockenheit werden sie vielleicht auch in Zukunft manchmal trockenfallen. Das wiederum hilft streng geschützten Tieren wie der Gelbbauchunke. Sie braucht für ihren Nachwuchs Gewässer, die nicht das ganze Jahr Wasser haben, da sich sonst Räuber wie Libellenlarven oder Raubwanzen etablieren.
Dass Trockenheit ein großes Thema im Wald ist, bestätigen auch die Jäger. So zieht sich das Wild dann oft in feuchtere Gebiete wie die Berglen zurück.
Ein besonderer Dank geht an den Freundeskreis Asyl und die engagierten, jungen Männer, die uns beim Naturschutz regelmäßig helfen sowie an Roland Rauleder von der Stadt Winnenden, der uns tatkräftig unterstützt hat.
Wir freuen uns auf die Ergebnisse im Frühjahr und bedanken uns ganz herzlich bei allen Beteiligten für die tolle Zusammenarbeit. Es hat viel Spaß gemacht.
