Im Rotenbühl wurde früher Schilfsandstein abgebaut. Wer heute hier vorbeiwandert, sieht das Naturdenkmal entweder von oben, mit Blick auf den Tümpel oder vom Tal her kommend, mit einer Schranke. Da kein Weg hindurch führt, hat es sich zum Rückzugsraum für die Tiere des Waldes entwickelt. Das Betretverbot muss unbedingt beachtet werden, da andere Rückzugsräume durch die Flurbereinigung entfallen sind. Gemeint ist hier die Befahrbarmachung des ND Alter Weinbergweg.
Die Verordnung zum Naturdenkmal erfolgt hauptsächlich wegen des geologischen Aufschlusses. Der Tümpel wurde zu Jahreswechsel 2024/2025 entschlammt und dient nun wieder der Reproduktion von Amphibien und Insekten. Zur Zeit der Verordnung befand sich noch ein Trockenrasen im Gelände, da der Sandboden gut drainiert. Botanisch weist das Naturdenkmal keine Besonderheiten auf.
sollte ernst genommen werden. In diesem Gebiet halten sich öfter Wildschweine auf, die, wenn sie aufgescheucht werden, durchaus eine Gefahr für Leib und Leben, auch für Ihren Hund bedeuten können. Auch Rehe ruhen hier. Jede Störung bedeutet Stress für die Tiere, den Sie als Naturfreund, der an diesem Naturdenkmal vorbeiwandert, bestimmt vermeiden wollen.

Fläche: 1,4 Hektar
Geschützt seit: 31.12.1986
Blauflügel-Prachtlibelle
Calopteryx virgo
Männchen (li) und Weibchen (re) unterscheiden sich in der Färbung
Frühe Adonislibelle
Pyrrhosoma nymphula
Auch hier unterscheiden sich die Geschlechter
Hufeisen-Azurjungfer
Coenagrion puella
Der Schilfsandstein ist bezüglich seiner Mächtigkeit der unbeständigste aller Keupersandsteine. Innerhalb kurzer Entfernung schwankt die Schicht zwischen 0 und 10m. Dabei war dieser Sandstein (Stuttgarter Werkstein) bis zum Beginn des „Betonzeitalters“ der wichtigste Baustein unserer Heimat. Es ist wichtig, einige der Aufschlüsse zu erhalten, da viele Steinbrüche stillgelegt und verfüllt wurden. Meist entstehen durch die Offenhaltung interessante Sekundärbiotope, die für den Artenschutz interessant sind. Eine Unterhaltspflege ist unbedingt nötig, um die Verbuschung im Zaum zu halten und einer Verlandung des Tümpels entgegen zu wirken.
Bei der Offenlandkartierung des Jahres 2021 wurden 14 höhere Pflanzen- und eine Moosart für den „Tümpel im Rotenbühl“ gelistet.
Fotos: A. Prehl, D. Baier
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