Eine Tour rund um Winnenden am 16.05.2026
Teilnehmer:
Leitung:
Beginn:
Ende:
Wetter:
12 Personen
Daniel Baier
14.30 Uhr
18.30 Uhr
sonnig, windig
Wir waren zwar nur eine Hand voll Vogelfreunde, aber keiner von uns war „das fünfte Rad am Wagen“. Es war sehr harmonisch, denn die beiden weiblichen Gäste waren hochmotiviert (klar, Dagmar und ich auch) und konnten so von Horsts umfangreichem Wissen dick profitieren.

Am Samstag, 16.05.2026 starteten 12 Radbegeisterte um 14:30 Uhr am Winnender Bahnhof zu einer besonderen Tour. Geführt durch unseren ortskundigen Guide Daniel erkundeten wir gemeinsam die Naturdenkmäler rund um Winnenden. Die Strecke umfasste ca. 30 Kilometer und knapp 600 Höhenmetern. Da glühten die Waden und die Akkus zugleich.
Über Leutenbach führte uns der Weg zunächst zu einer Pappelgruppe unserem ersten Stopp.

Weiter ging es vorbei an einem unscheinbaren, aber geschichtsträchtigen Hohlweg nach Hertmannsweiler. Wir erfuhren, dass Hohlwege durch jahrhundertelange Nutzung z.B. von Fuhrwerken in die Landschaft eingeschnittene Wege sind. Gesäumt von einer Art Wall rechts und links.

Wir radelten nun über Hertmannsweiler, vorbei an einem alten Weinbergweg, gesäumt von Trockenmauern hinauf zum Steinbruch.

Mit der Nase im Wind, stellenweise auch heftig gegen den Wind, ging es auf und ab über den Paulinenhof und Baach weiter Richtung Schulerhof. Ein heftiger Anstieg forderte uns heraus und spätestens jetzt war es allen doch recht warm. Glücklicherweise kamen wir ohne Verluste oben an und wurden von einer tollen Aussicht auf Bürg belohnt. Ich feiere mein E-Bike und bewundere alle „Biobiker“, die irgendwie noch immer gut gelaunt dabei blieben.

Wer die Nase in den Wind hielt, konnte es riechen, auch gegen den Wind. Blühender Bärlauch säumte den Weg im Auwald am Buchenbächle Richtung Birkmannsweiler mit seinem unverwechselbaren Duft. Irgendwie gelangten wir zum Fuße des Haselsteins. Hier hieß es nochmals in die Pedale treten, um vom leuchtenden Blütenmeer aus Storchenschnabel empfangen zu werden.

Vorbei an den Breuningsweiler Weinbergen erwartete uns ein weiteres Kleinod, das als „Hölzle“ bezeichnete Naturdenkmal. Ein alter Sandsteinbruch, der sich durch eine Magerwiese auszeichnet und eine umfangreiche Artenvielfalt beheimatet. Fortgeschritten in der Zeit, die Beine am Erschlaffen, die Akkus am unteren Limit, die Magengegend mit unmissverständlichen Signalen ließen wir es durch das wunderschöne Zipfelbachtal ausrollen. Was ein Genuss, bergab, die Schwabenalm in greifbarer Nähe, im Sonnenschein glitzern die Tümpel der Sumpfwiesen.
Durch die Ausläufer der kalten Sophie war es sonnig, frisch bei ca. 12 Grad und doch recht kräftigem Wind, dafür mit nur einem kurzen Regenschauer. Wir verbrachten einen wunderbaren Nachmittag draußen in der Natur. Restlos alle waren begeistert über diese gelungene Kombination aus Radfahren und Naturkunde. Ein großer Dank an unseren Guide Daniel Baier!
17.05., JZ

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